

Smarte Drucksensorik in Wasserzählern
Als wertvolle Ressource erfordert Trinkwasser einen effizienten Umgang. Dennoch geht weltweit ein Teil der produzierten Menge als sogenanntes „Non-Revenue Water“ verloren – verursacht durch Leckagen, Rohrschäden oder fehlerhafte Messungen. Das Ausmaß von „Non-Revenue Water“ ist alarmierend: Weltweit belaufen sich die Verluste auf rund 39 Mrd. USD jährlich, schätzen Experten. Täglich gehen etwa 346 Millionen Liter Trinkwasser auf dem Weg zum Verbraucher verloren, was einer jährlichen Menge von etwa 126 Milliarden Litern entspricht.
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Diese Verluste sind nicht nur ein technisches Problem, sondern führen auch zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden und verschwenden wertvolle Ressourcen. Die Proportion der verlorenen Wassermenge variiert je nach Region und Zustand der Infrastruktur stark: In einigen Gebieten gehen bis zu 50 Prozent des eingespeisten Wassers verloren. Der Infrastructure Leakage Index (ILI) ist ein international anerkannter Indikator zur Bewertung von Wasserverlusten in Versorgungsnetzen, wobei ein hoher ILI-Wert Optimierungsbedarf signalisiert.
Moderne Technologien sind daher entscheidend. Wasserzähler, oft bereits mit Kommunikationstechnologie ausgestattet, bieten neue Möglichkeiten. Mit integrierter Drucksensorik lassen sich Netzzustand und potenzielle Leckagen in Echtzeit erkennen. Und das ist ein klarer Vorteil für die Versorger.
Im Gegensatz zur akustischen Leckageerkennung (ALD), deren Reichweite bei PE-Rohren oft unter 5 Meter sinkt, ist Drucksensorik unabhängig vom Rohrmaterial. Da Polyethylen (PE) heute Standard bei Neuverlegungen ist, bietet die Druckmessung hier entscheidende Vorteile.






