Objektspezifische Bemessungen auch für Mischflächen
Kombinations-Anlage zur Regenwasserbehandlung
Für die Wasser- und Abwassertechnik stellt Mall eine Kombinationsanlage zur Behandlung von Regenwasser vor, die vor der Einleitung in unterirdische Versickerungsanlagen eingesetzt wird. Der Hersteller adressiert damit Anforderungen aus dem 2024 veröffentlichten DWA-Arbeitsblatt A 138-1 (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall), insbesondere für Mischflächen mit unterschiedlichen Belastungskategorien, für die objektspezifische Bemessungen gefordert sind.
Bei der Behandlung von Niederschlagswasser vor der Versickerung steht der stoffliche Schutz des Grundwassers im Vordergrund. Das DWA-Arbeitsblatt A 138-1 fordert abhängig von der Beurteilung der Verschmutzung der Sammelflächen Nachweise der Schadstoffreduktion für die Parameter AFS63 und „gelöste Stoffe“. Die erforderlichen Wirkungsgrade beziehen sich dabei auf drei im Arbeitsblatt definierte Flächenkategorien.
In der Praxis besteht häufig die Aufgabe, eine geeignete Anlage für Mischflächen zu definieren, die mehreren Belastungskategorien zugeordnet werden. Die Kombinationsanlage ist für diesen Anwendungsfall ausgelegt und ermöglicht eine objektspezifische Produktauswahl über zwei Auslegungsgrößen: die Bemessung der Oberflächenbeschickung für AFS63 über Lamellenpakete sowie die eingesetzte Granulatmenge zur Behandlung gelöster Stoffe.
Damit verbindet das System eine kategorieübergreifende Auslegung für Mischflächen mit den im Arbeitsblatt geforderten Nachweisen zur Schadstoffreduktion vor der Versickerung. Mall nennt als Einsatzfeld die Regenwasserbewirtschaftung sowie weitere Systemlösungen unter anderem für Abscheider, Kläranlagen, Pumpstationen und Pelletspeicher; das Unternehmen beschäftigt 500 Mitarbeitende und meldet für 2024 einen Umsatz von 106 Millionen Euro.



