Hygiene und Prozessstabilität
In der Food & Beverage Industrie gelten zu Recht besonders hohe Standards. Denn Hygiene ist in dieser Branche unverzichtbar. Gleichzeitig ist der Alltag in Produktionsanlagen anspruchsvoll: Wasser durchläuft viele Stationen, wie zum Beispiel Leitungen, Tanks, Wärmetauscher und verschiedene Temperaturbereiche. Genau diese wechselnden Bedingungen machen es Biofilm leicht. Wenn die Wasserqualität schwankt oder die Fahrweise nicht optimal eingestellt ist, kann sich mikrobiologisches Wachstum schneller entwickeln und möglicherweise festsetzen.
Biofilm ist dabei weit mehr als ein „Schmutzproblem“. Er kann die Wärmeübertragung verschlechtern, zu mikrobiologischen Risiken führen und gleichzeitig den Reinigungsaufwand massiv erhöhen. Das Ergebnis sind häufigere Reinigungen, höhere Chemie- und Wasserverbräuche und im schlimmsten Fall Produktionsunterbrechungen.
Der Schlüssel liegt deshalb nicht in „mehr reinigen“, sondern in besser überwachen und gezielter steuern. Genau hier setzt die Inwatec an: Mit dem INWAsense Biofilm-Sensor wird Biofilmbildung kontinuierlich messbar. Ergänzend sorgt der INWATROL expert Wassermonitor für die Überwachung der Wasserqualität. Die gemessenen Parameter lassen sich an die jeweilige Anlage und Anwendung anpassen. Typische Beispiele sind pH-Wert, Leitfähigkeit, Redox-Potenzial und weitere relevante Prozesskennzahlen. So entstehen nicht nur Daten, sondern echte Entscheidungsgrundlagen: Wann ist ein Eingriff notwendig? Und wann kann man sicher weiterfahren?
Besonders deutlich zeigt sich das in Bereichen, in denen Wärme und Wasser zusammenkommen, etwa bei Pasteuren. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine kontinuierliche Biofilmüberwachung und eine datenbasierte Behandlung helfen können, Reinigungsintervalle deutlich zu verlängern. Bei einer großen Brauerei konnte mit Hilfe dieses Konzepts die Reinigungsfrequenz eines Pasteurs von zwei Wochen auf sechs bis acht Wochen verlängert werden bei gleichzeitig stabiler Hygiene und Prozesssicherheit.
Viele Betriebe reagieren bei Wasserproblemen erst dann, wenn Symptome sichtbar werden: steigende Verbräuche, Ablagerungen, Biofilm, schwankende Werte oder Grenzwertüberschreitungen. Doch in modernen Produktionsumgebungen ist „reagieren“ oft die teuerste Strategie, weil es meist mit ungeplanten Stillständen, erhöhtem Reinigungsaufwand oder Qualitätsrisiken verbunden ist.

Dampfkessel
Neben Hygiene und Produktqualität spielt Wasser auch im Dampfkessel eine entscheidende Rolle. In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist Dampf für Erhitzungsprozesse, Pasteurisierung, Sterilisation und Reinigung unverzichtbar. Umso gravierender sind die Auswirkungen, wenn die Wasserqualität im Kesselsystem nicht stimmt.
Ablagerungen, Korrosion oder Schaumbildung im Dampfkessel führen nicht nur zu einem höheren Energieverbrauch, sondern können auch die Betriebssicherheit gefährden und ungeplante Stillstände verursachen. Schon wenige Millimeter Kesselstein wirken wie eine Isolationsschicht und treiben den Energiebedarf deutlich in die Höhe. Gleichzeitig steigen Wartungsaufwand und Risiko für Schäden an Kessel, Armaturen und nachgeschalteten Systemen.
Auch hier gilt: Probleme entstehen meist schleichend und werden oft erst erkannt, wenn Effizienzverluste oder Störungen bereits spürbar sind. Eine gezielte Wasseraufbereitung und kontinuierliche Überwachung der relevanten Parameter ist deshalb entscheidend, um Dampfkessel effizient, sicher und langlebig zu betreiben.
Das Unternehmen unterstützt Betreiber dabei mit abgestimmten Konzepten für die Kesselwasserbehandlung. Dazu gehören speziell entwickelte Produkte zur Vermeidung von Ablagerungen und Korrosion, ebenso wie Monitoringlösungen, mit denen kesselrelevante Wasserparameter wie zum Beispiel der Sauerstoffgehalt im Wasser kontinuierlich überwacht werden können.





