
Zertifizierung für Elektrolyse und Verteilung
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Damit eignen sich die Absperrklappen für eine Vielzahl industrieller Anwendungen im Wasserstoffsektor. Sie werden unter anderem in Elektrolyse-, PSA- und Brennstoffzellenanlagen sowie in Verteilungsnetzen zur Absperrung und Regelung von Gas- und Flüssigkeitsströmen eingesetzt. Darüber hinaus kommen sie in Nebenprozessen wie Kühlwasser-, Gas- und Wasseraufbereitungssystemen zum Einsatz. In Power-to-Liquid-Anlagen ermöglichen sie die präzise Steuerung von Wasserstoff-, CO₂- und Synthesegasströmen in Reaktor- und Versorgungskreisläufen.
Die zertifizierten Baureihen erfüllen alle technischen Anforderungen für Wasserstoffanwendungen, einschließlich kompakter Bauweise, kurzen Schaltzeiten sowie Eignung für ein breites Medienspektrum. Mit der abgeschlossenen Zertifizierung stehen die Absperrklappen nun für alle Anwendungen zur Verfügung, in denen Wasserstoff in Gasform eingesetzt wird. Damit bieten sie Kunden geprüfte Lösungen für einen sicheren, zuverlässigen und effizienten Betrieb wasserstoffbasierter Systeme.
ABB Asea Brown Boveri Ltd
Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
Mit der Unterzeichnung eines Letter of Intent (LoI) mit dem DVGW baut die Initiative „Fit für Trinkwasser“ ihre Aktivitäten weiter aus. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Bereich Qualifizierung, Schulung und fachlicher Weiterentwicklung rund um Trinkwasserinstallationen in Deutschland systematisch zu vertiefen. Träger der Initiative sind die Branchenverbände BTGA, figawa und ZVSHK.
Mit dem LoI bekennen sich die beteiligten Verbände zu einer engen fachlichen Kooperation, um das bestehende, bundesweit einheitliche Schulungs- und Weiterbildungsangebot von „Fit für Trinkwasser“ weiterzuentwickeln und langfristig zu stärken. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Ausrichtung der Schulungsinhalte an den anerkannten Regeln der Technik, eine gemeinsame Qualitätssicherung und die Bündelung der jeweiligen fachlichen Kompetenzen.
Aus Sicht der figawa ist die Vereinbarung ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der Initiative. Volker Meyer, Hauptgeschäftsführer, betont: „Die Kooperation markiert zugleich einen neuen gemeinsamen Ansatz: Erstmals bündeln die Verbände aus dem Handwerk, der Planung, der Industrie und der DVGW als anerkannter Regelsetzer ihre Kompetenzen in einem gemeinsamen Schulungsangebot. Dadurch wird ein gemeinsamer, hochwertiger Qualitätsstandard in Deutschland für Schulungen in der Trinkwasserbranche gesetzt.“
Im Rahmen der Kooperation wirkt der DVGW als anerkannter Regelsetzer und technisch-wissenschaftlicher Know-how-Träger an der Weiterentwicklung der Schulungsangebote mit. Unverändert bleibt die Initiative „Fit für Trinkwasser“ eine gemeinschaftlich getragene Plattform der beteiligten Verbände für Qualifizierungsangebote rund um Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasserinstallationen.
Der DVGW sieht in der Kooperation einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung hoher Qualitätsstandards:„Für den DVGW ist es ein zentrales Anliegen, dass Schulungen zur Trinkwasserinstallation konsequent auf den anerkannten Regeln der Technik basieren und damit höchsten Qualitäts- und Hygienestandards entsprechen. Durch die Bündelung unserer technischen Expertise mit dem Know-how von BTGA, figawa und ZVSHK stärken wir die Fachkompetenz im gesamten Trinkwasserbereich und sorgen für sicheres Trinkwasser an jedem Wasserhahn in Deutschland“, so Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW).
Damit unterstreicht der DVGW seine Rolle als technisch wissenschaftlicher Impulsgeber innerhalb der Initiative. Die Zusammenarbeit legt das Fundament dafür, Qualifizierungsangebote künftig noch zielgerichteter weiterzuentwickeln und den Wissenstransfer innerhalb der Branche nachhaltig zu stärken.
Aus Sicht des BTGA fördert die Zusammenarbeit die Einheitlichkeit und Praxisnähe der Qualifizierung: Die hygienisch einwandfreie Bereitstellung des Lebensmittels Trinkwasser ist eine Aufgabe aller beteiligten Akteure – von der Gewinnung bis zur Nutzung in den Haushalten und Unternehmen“, sagte Clemens Schickel, Geschäftsführer Technik BTGA. „Der DVGW ist ein wichtiger weiterer Partner der Verbändeinitiative ‚Fit für Trinkwasser‘, der sich für dieses gemeinsame Ziel einsetzt.“
Daniel Föst, Hauptgeschäftsführer ZVSHK, hebt insbesondere den Nutzen für das Fachhandwerk hervor: „Sauberes Trinkwasser ist kein Selbstläufer. Es braucht qualifizierte Fachbetriebe, klare Regeln und eine verlässliche Weiterbildung. Mit der Einbindung des DVGW stärken wir ‚Fit für Trinkwasser‘ fachlich und strukturell. Für das SHK-Handwerk heißt das: bundesweit einheitliche Standards, praxisnahe Qualifizierung und mehr Sicherheit im Alltag – für Betriebe wie für Verbraucher.“
Mit der erweiterten Zusammenarbeit setzen die beteiligten Verbände ein klares Zeichen für Qualität, Verantwortung und nachhaltige Trinkwasserversorgung. Ziel bleibt es, Fachkräfte bundesweit praxisnah zu qualifizieren und damit einen wichtigen Beitrag zur sicheren Versorgung mit Trinkwasser zu leisten.
Geiger Kanaltechnik GmbH und Co. KG
Die Geiger Kanalsanierung hat im Gemeindegebiet Saldenburg eine umfangreiche Instandsetzung an bestehenden Mischwasserkanälen abgeschlossen. Auftraggeber war die Gemeinde, begleitet wurde das Projekt vom Ingenieurbüro Wolf. Ziel der Maßnahme war, Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit des kommunalen Abwassernetzes langfristig zu sichern.
Die Sanierung erfolgte in geschlossener Bauweise. Zum Einsatz kamen das Wickelrohrverfahren sowie robotergestützte Reparaturtechniken für lokal begrenzte Schäden. Vorbereitend führte das Team Kanalspülungen, Kalibrierungen der Leitungen sowie die Entfernung von Ablagerungen und Hindernissen durch.
Zu Beginn wurde eine Abflusslenkung eingerichtet, um den Kanalbetrieb während der Bauzeit aufrechtzuerhalten. Saniert wurden anschließend mehrere Leitungsabschnitte per Wickelrohrverfahren, darunter eine Haltung Nennweite (DN) 800 mit 37 Metern Länge sowie zwei Haltungen DN 500 mit zusammen 65 Metern. Ergänzend erfolgten robotergestützte Reparaturen und die Instandsetzung mehrerer Schächte. Eine optische Inspektion schloss die Arbeiten ab und diente der Qualitätskontrolle sowie der Dokumentation des sanierten Leitungszustands. Eine Herausforderung war die starke Verformung der vorhandenen Kanäle: Vor dem Einzug der Wickelrohre prüfte Geiger Kanalsanierung die Haltungen mit Kalibrierrohr auf den verbleibenden Querschnitt. Im DN-800-Abschnitt war danach ein Wickelrohr mit 650 Millimetern Außendurchmesser möglich, im DN-500-Bereich ein Außendurchmesser von 405 Millimetern. „Die Sanierung in Saldenburg hat gezeigt, wie effizient sich technisch anspruchsvolle Projekte in geschlossener Bauweise umsetzen lassen, wenn Planung und Ausführung optimal verzahnt sind. Die enge Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Wolf und die professionelle Vorbereitung vor Ort waren entscheidend für den reibungslosen Ablauf“, erklärt Mario Bösl, Niederlassungsleiter Regenstauf der Geiger Kanalsanierung.
Die Bauzeit lag bei rund zehn Tagen. Mit der abgeschlossenen Maßnahme verfügt die Gemeinde Saldenburg über instand gesetzte Leitungsabschnitte und Schächte sowie eine geprüfte Zustandsdokumentation. Das Projekt ordnet sich in die laufenden kommunalen Aufgaben zur Substanzerhaltung und zum sicheren Betrieb von Entwässerungssystemen ein, insbesondere dort, wo eine offene Bauweise nicht vorgesehen ist.
REHAU Industries SE & Co. KG
Rehau Building Solutions hat eine Strategie für profitables Wachstum vorgestellt. Der Anbieter fokussiert sich auf ausgewählte Geschäftsbereiche und Märkte und positioniert sich als One-Stop-Shop für ganzheitliche Systeme für die Wasserinfrastruktur in und rund um Gebäude sowie im kommunalen Bereich und an Verkehrswegen. Dabei geht es um Anwendungen, die häufig hinter der Wand oder unter der Erde installiert sind.
Künftig plant, entwickelt und setzt das Unternehmen Systemlösungen für mehrere Bereiche aus einer Hand um: Trinkwasserversorgung, Heizen und Kühlen, Abwasser sowie die Nutzung von Regenwasser. CEO Rafael Daum beschreibt die Ausrichtung mit den Worten: „Managing the flow of water fasst unsere neue Ausrichtung am besten zusammen. Ab Januar 2026 werden wir am Markt daher auch als Rehau Water Technologies auftreten und so unseren Fokus zeigen“.
Das Portfolio wird in vier Geschäftsbereiche gegliedert:
- Infrastructure Solutions mit Lösungen für die Wasserversorgung von ganzen Stadtgebieten oder großen Anlagen
- Plumbing Solutions mit Installationssystemen in einzelnen Gebäuden
- Thermal Flow Solutions mit Fokus auf Flächenheizungs- und Kühlungssystemen
- Modular Systems für vorgefertigte Sanitärinstallationen
Als Kernelemente der Umsetzung nennt das Unternehmen marktnähere Strukturen und einen lokal ausgerichteten Vertrieb. „Neben neuen marktgerechten Systemlösungen setzen wir auf einen lokalen starken Vertrieb. Marktnähe und Verlässlichkeit sind weitere wichtige Kernelemente unserer Philosophie“, so Daum. In Europa sieht das Unternehmen Potenziale in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich sowie weiteren ausgewählten Märkten; parallel liegt der Fokus auf profitablem Wachstum in Asien und Amerika. „Wir sind der verlässliche Partner für Installateure, Planer, Investoren und Großhändler“, sagt Daum, und ergänzt: „Bis 2028 wollen wir zu einem der Top-Anbieter für Water Technologies werden. Mit unserer neuen Vertriebsstruktur, unseren sieben globalen Produktionsstätten, einem ausgeklügelten Supply Chain Netzwerk und starken Partnern vor Ort werden wir noch näher bei unseren Kunden sein“.
Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)
Ab dem 12. Januar 2026 gelten für Wasserversorger in Deutschland erstmals verbindliche Grenzwerte für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) nach der neuen Trinkwasserverordnung. Damit wird die EU-Trinkwasserrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Ziel ist eine stärkere Kontrolle der als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichneten Stoffgruppe zum Verbraucherschutz.
PFAS sind langlebige Industriechemikalien, die sich in Umwelt und menschlichem Körper anreichern können. Für die Trinkwasserversorgung ist ab dem 12. Januar 2026 ein Summengrenzwert für die wichtigsten 20 Stoffe der PFAS-Gruppe einzuhalten: maximal 0,1 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser. Vor diesem Hintergrund erhöht sich bei betroffenen kommunalen Versorgern der Aufwand, um die Vorgaben in der Wasseraufbereitung und Überwachung einzuhalten.
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dessen Mitglieder nach eigenen Angaben rund 90 Prozent der Einwohner in Deutschland mit Trinkwasser versorgen, fordert eine Strategie zur Vermeidung von PFAS-Einträgen an der Quelle. Hintergrund sind zusätzliche Kosten, die bei der Einhaltung der Grenzwerte entstehen und letztlich über die Trinkwasserpreise bei den Kunden ankommen. Der Verband zielt darauf, die PFAS-Belastung in Wasserressourcen für die Trinkwasserversorgung zu senken, um den langfristigen Aufbereitungsaufwand zu reduzieren.
Als Maßnahmen nennt der Verband eine schnelle Verabschiedung des EU-weiten Beschränkungsvorschlags für PFAS mit angemessenen Übergangsfristen und Ausnahmen für „essential use“-Produkte sowie eine konsequente Herstellerverantwortung, bei der Produzenten finanziell für PFAS-Emissionen einstehen. Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. vertritt nach eigenen Angaben über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft und Telekommunikation.







