
Regenwassermanagement bei dichter Bebauung
Über 70 Prozent des SPARK-Grundstücks sind bebaut – eine Herausforderung für den Umgang mit Starkregen und die Einleitung in die städtische Kanalisation. Um alle behördlichen Vorgaben zu erfüllen, war ein umfassendes Gesamtkonzept erforderlich, das weit über klassische Lösungen hinausgeht. In Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligten erstellte Bauder ein detailliertes Niederschlags-Abfluss-Modell mit Hilfe des Programms KOSIM. Dies bildet die Grundlage für den Nachweis der Überflutungsfreiheit bei einem 100-jährlichen Regenereignis.
Regenrückhaltung auf allen Ebenen
Ein zentrales Element des Konzepts bildet die konsequente Regenwasserrückhaltung über alle Geschossebenen hinweg. Dank der hohen Flexibilität der Bauder-Retentionssysteme ließ sich die Ausführung präzise an die jeweils verfügbaren Aufbauhöhen und Belastungsklassen anpassen:
- Hauptdach über dem 7. Obergeschoss: Mit BauderGREEN RWR 80 ausgestattet – Basis für die Kombination aus extensiver Begrünung, Kies, Technikzonen und Wartungswegen.
- Terrassenflächen über dem 5. OG: Mit BauderGREEN RWR 80 ausgeführt – tragfähig für fußläufige Nutzung, bei gleichzeitig hoher Retentionswirkung.
- Terrassenfläche über dem 1. OG: Hier kam BauderGREEN RWR 50 zum Einsatz – flach, effizient und geeignet für niedrige Aufbauhöhen.
- Tiefgaragenfläche im EG (Entwässerungskaskade): Aufgrund der Pkw-Befahrung wurde BauderGREEN RWR D-100 in Schwarz verwendet – besonders druckstabil für Stellplätze. Für die Intensivbegrünung wurde BauderGREEN RWR 100 verwendet.
Eine weitere Besonderheit: Die gesamte Fläche ohne Dachrand wurde vorgezogen, da die hochwertige Metallfassade später installiert wurde und somit sämtliche Dachrandanschlüsse zeitversetzt erfolgten.
Gekoppelte Systeme für hohe Effizienz
Alle Dach- und Tiefgaragenflächen entwässern gedrosselt in ein zentrales Rückhaltebecken. In diese Systematik sind auch die nicht überbauten Grundstücksflächen integriert. Insgesamt wird damit eine Gesamtfläche von rund 3.100m2 kontrolliert abgeleitet sowie auf einen maximalen Abfluss von nur 3,5 Litern pro Sekunde reduziert – und das für einen 100-jährlichen Starkregenfall unter Beachtung aller relevanten Dauerstufen.



