
Sensoren für sichere Trinkwasserversorgung
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Die Herausforderung: Lange Zeit wurde der Druck lediglich stichprobenartig manuell mit Hilfe eines Manometers überwacht. Es gab weder eine Echtzeit-Fernüberwachung noch eine Visualisierung des Wasserdrucks am Übergabepunkt des Endverbrauchers. Dies war nicht nur ärgerlich für die Verbraucher, sondern führte zu langen Reaktionszeiten, wenn es zu Problemen kam. Auch eine Vorhersage und damit ein frühzeitiges Eingreifen waren nicht möglich.
Nach Demotests entschloss man sich im Jahr 2020, an den interessantesten Messpunkten Drucksensoren von VEGA des Typs VEGABAR 28 zu installieren. Ausschlaggebend waren vor allem die Kompaktheit der Basisgeräte und die Zuverlässigkeit während der Demo-Messungen. Der VEGABAR 28 ist ein universell einsetzbarer Druckmessumformer mit keramischer Messzelle zur Messung von Flüssigkeiten bis 130 Grad Celsius. Dieser wird nun im gesamten Wasserversorgungsnetz eingesetzt. Er lässt sich schnell über die VEGA Tools App in Betrieb nehmen. „Dadurch ist ein nicht-invasiver Anschluss am Wassereinlass des Kunden möglich, mit dem sich der Druck überwachen lässt“, erklärt Ing. Juan Carlos Martínez Martínez, stellvertretender Wartungsleiter von VEOLIA Agua Aguascalientes. Eine gut sichtbare farbige Rundum-Statusanzeige gibt schnell Auskunft über den Druck in der Versorgungsleitung.
Diese Messwerte werden in den Büros in Aguascalientes im VEOLIA-Hubgrade angezeigt. Auf dieser Plattform laufen alle Messwerte und das Expertenwissen der Veolia-Mitarbeiter in Echtzeit zusammen. „Wir können so dynamisch, etwa bei einem Druckabfall, reagieren“, erklärt Guadalupe Bastida Vilchis, Leiter der Telemetrie von VEOLIA Agua Aguascalientes.
Außerdem wird die Wasserentnahme aus den Brunnen und die Verteilung des Wassers über VIS VEGA an die Endverbraucher überwacht. Das VEGA Inventory-System (VIS) ist eine webbasierte Software zur Datenerfassung und Visualisierung von Füllstanddaten. Auf diese Weise können bei niedrigem Druckniveau sehr schnell Anpassungen vorgenommen werden. „Der Kundendienst hat sich erheblich verbessert, ebenso wie die Vorhersage von Druckproblemen“, beschreibt Ing. Fernando Flores Cocuyo, Leiter Hubgrade Mexiko, die Verbesserung.
Wasserentnahme im Brunnen
VEGA-Sensoren kontrollieren außerdem die Wasserstände in den Brunnen. Aus diesen Tiefbrunnen wird das Grundwasser mithilfe von Unterwasserpumpen an die Oberfläche gefördert. Dabei muss sichergestellt sein, dass nicht mehr Wasser entnommen wird als nachfließen kann. Dementsprechend ist eine zuverlässige und wartungsfreie Füllstandmessung erforderlich. Die Herausforderung für die Sensoren: Sie müssen den dynamischen Pegel (bei dem sich das Wasser bewegt, wenn die Pumpe in Betrieb ist) und den statischen Pegel (wenn die Pumpe ausgeschaltet ist) zuverlässig erfassen. Der hydrostatische Messumformer VEGAWELL 52 ist aufgrund seines robusten Gehäuses und der Kabelausführung vielseitig einsetzbar. Sein Herzstück ist die keramische CERTEC-Messzelle. Der hydrostatische Druck der Flüssigkeitssäule bewirkt über die Keramikmembran eine Kapazitätsänderung in der Messzelle. Diese Änderung wird in ein genormtes 4 … 20 mA-Signal umgewandelt. Die komplette Messzelle besteht aus hochreiner Keramik und zeichnet sich neben der exzellenten Langzeitstabilität durch eine sehr hohe Überlastfestigkeit aus, ist also ideal für den Einsatz im Brunnen und erfüllt die speziellen Anforderungen von VEOLIA Agua Aguascalientes.

Um die Füllstande seiner Hochbehälter und Zisternen kontinuierlich zu überwachen, setzt VEOLIA Agua Aguascalientes Radarsensoren VEGAPULS C 11 ein. Quelle: VEOLIA
Hochbehälter im Blick
Zur Füllstandmessung in den Hochbehältern und Zisternen wird der VEGAPULS C 11 eingesetzt. Aufgrund der Mineralien, dem Kalziumcarbonat und warmen Temperaturen kam es früher häufiger zu Fehlmessungen aufgrund von Anhaftungen an den Sensoren. Dagegen liefern die VEGAPULS C 11-Sensoren seit dem ersten Tag zuverlässig ihre Messwerte. VEGAPULS C 11-Sensoren haben den Charme, dass sich die hochwertige Radartechnologie selbst dort einsetzen lässt, wo sie eigentlich bisher zu teuer oder auch zu kompliziert war.
Herzstück des Sensors ist ein von VEGA entwickelter Radar-Mikrochip, der speziell für die Anforderungen in der Füllstandmessung optimiert wurde. Dank der kleinen Bauform ist der Sensoren sehr kompakt und kann auch an beengten Stellen installiert werden. Die VEGAPULS-Serie ist in der Schutzart IP66/IP68 ausgeführt und lässt sich damit von den ungünstigen Prozess- und Umgebungsbedingungen nicht beeindrucken. Selbst das zugesetzte Chlor bereitet dem Sensor keine Probleme. Neben der 80 GHz-Radartechnologie ist es vor allem der optimierten Signalverarbeitung zu verdanken, dass rund um die Uhr zuverlässige Messwerte geliefert werden. Durch die hohe Fokussierung der 80 GHz-Technologie lässt sich der Radarstrahl fast punktgenau auf das zu messende Medium ausrichten. Störungen, etwa durch Anhaftungen am Antennensystem oder an der Behälterwand, werden einfach ausgeblendet.
Installiert waren die Sensoren dank Bluetooth und der intuitiven Bedienstruktur schnell. Über die Eingabe der Seriennummer oder das einfache Abscannen des QR-Codes lassen sich zudem alle relevanten Informationen zum VEGA-Gerät abrufen. Dies erleichtert spätere Wartungsaufgaben
Für VEOLIA Aguascalientes hat die Installation der VEGA-Sensoren dazu beigetragen, den Betrieb zu digitalisieren. Man hat jetzt nicht nur alle Messstellen im Blick, sondern kann auch vorausschauend eingreifen. Auch die Endverbraucher profitieren von der zuverlässigen Wasserversorgung ohne Druckabfälle.





