WASSERAUFBEREITUNG



Effizienz & Hygiene

Schwimmbadtechnik bietet Einsparpotenziale

Ospa Schwimmbadtechnik

Im kommunalen Kontext nehmen Schwimmbäder eine wichtige Rolle ein. Sie bieten Nutzern, Besuchern und Sportvereinen einen Ort für gesundheitsorientierte bis sportliche Freizeitaktivitäten und tragen über alle Altersgruppen hinweg zur Lebensqualität in Gemeinden und Quartieren bei. Unabdingbare Voraussetzung für einen angenehmen, sicheren Badebetrieb ist die zuverlässige und effiziente Wasseraufbereitung. Mit moderner Technik von Ospa Schwimmbadtechnik lassen sich darüber hinaus die Kosten beherrschen und, bei Sanierung im Bestand, Einsparpotentiale von weit über 50 Prozent nutzen.

Der Bau und Betrieb von kommunalen und öffentlichen Schwimmbädern ist – im Gegensatz zu privaten Pools – sehr detailliert durch Normen und Richtlinien geregelt. Zunächst ist hier die DIN EN 15288-1 „Sicherheitstechnische Anforderungen an Planung und Bau“ zu nennen. Diese nimmt zunächst eine Klassifizierung in verschiedene Bädertypen vor und unterscheidet zwischen Wasserparks und kommunalen Schwimmbädern (Typ 1), Schwimmbädern in Hotels und Pensionen (Typ 2) sowie allen anderen Schwimmbädern für die „öffentliche Nutzung“. In ihr sind etwa die Ausgestaltung von Technik- und Lagerräumen für Chemikalien geregelt. Die DIN EN 15288-2 „Sicherheitstechnische Anforderungen an den Betrieb“ behandelt unter anderem den „Betrieb von Wasserkreislaufsystemen“, die Verwendung von Chemikalien und die „Überwachung der physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Qualität des Beckenwassers“. Und schließlich sorgt die DIN EN 19643-1 für Klarheit wenn es etwa um Filtration, Desinfektionsanlagen, die Korrektur des pH-Wertes und der Säurekapazität, automatisch geregelte Dosierungen etc. geht.

Abgesehen von Verlusten durch Spülungen, welche durch die Zufuhr von Frischwasser kompensiert werden müssen, befindet sich das Wasser eines Schwimmbades in einem Aufbereitungskreislauf, es ist also in Bewegung. Deshalb sollte bereits beim Bau eines Schwimmbades darauf geachtet werden, dass auch die Beckenhydraulik einwandfrei funktioniert. Das heißt, neben der Form des Beckens müssen auch Überlaufrinnen und Einströmungsöffnungen so dimensioniert und angeordnet werden, dass eine effiziente Reinigung des Wassers gewährleistet ist. Außerdem ist die Verrohrung entsprechend zu wählen, um den Strömungswiderstand zu minimieren, das spart Energie.

Nachdem das abgelaufene Wasser in einem Wasserspeicher aufgefangen worden ist, wird ihm (in öffentlichen Bädern vorgeschrieben) durch eine Dosieranlage automatisch Flockungsmittel beigemengt. Dieses bindet winzige Verunreinigungen wie Mikroorganismen, Kosmetika und ähnliches an sich und macht diese überhaupt erst filtrierbar. Anschließend durchläuft das Wasser Filteranlagen, die mindestens den Anforderungen der DIN 19605 entsprechen müssen. Bessere Ergebnisse erzielt man mit Mehrschicht-Filteranlagen, welche möglichst über eine Hydroanthrasit-Filterschicht verfügen. Denn je mehr Verunreinigungen durch die Filtration mechanisch entfernt werden können, desto weniger Chemie muss im weiteren Verlauf zum Einsatz kommen. Das spart nicht nur Ressourcen und Geld, es hebt auch die Qualität des Beckenwassers spürbar und zum Vorteil der Badegäste. Die Filter müssen regelmäßig gespült werden. Eine automatische Spülung, welche in die Schwimmbadtechnik eingebunden ist, sorgt für die Einhaltung höchster Hygienestandards, ohne Wasser sowie die darin enthaltene Wärmeenergie zu verschwenden. Ein effizienter Plattenwärmetauscher hält die Wassertemperatur auf dem gewünschten Niveau. Nach der Desinfektion und der Einstellung des pH-Wertes gelangt das saubere Wasser über Bodeneinlaufdüsen zurück ins Becken. 

Bei der chemischen Aufbereitung des Beckenwassers zeigt sich besonders deutlich, was für die gesamte Schwimmbadtechnik gilt: Natürlich sind alle einzelnen Komponenten einer Anlage wichtig, und höchste Qualität macht sich über einen langen Nutzungszeitraum ganz sicher bezahlt, doch die großen Einsparpotentiale können nur dann genutzt werden, wenn das Zusammenspiel perfekt funktioniert. Ist der pH-Wert des Wassers zum Beispiel richtig eingestellt, kann das Desinfektionsmittel optimal arbeiten, und es wird weniger davon benötigt.

Die Informationen über den Zustand des Wassers liefern von einer Messwasserpumpe automatisch und kontinuierlich entnommene Proben, die in einer Messstation analysiert werden, zum Beispiel hinsichtlich der Konzentration des freien Chlors. Das freie Chlor ist das im Wasser zur Verfügung stehende Desinfektionsmittel - im Gegensatz zu gebundenem Chlor, das seine Arbeit bereits getan hat und für den typischen „Schwimmbadgeruch“ verantwortlich ist.

Freies Chlor muss im öffentlichen Bereich in einer Menge von 0,3 bis 0,6mg/l vorhanden sein (bei Whirlpools zwischen 0,7 bis 1,0mg/l), um die verlangte Depot-Wirkung erzeugen zu können.

Der pH-Wert liegt für gewöhnlich zwischen 7,0 und 7,2; die Normvorgabe bei Verwendung aluminiumhaltiger Flockungsmittel lautet pH 6,5 bis pH 7,2. Die Werte müssen stabil sein, um die Reizung von Haut und Augen zu vermeiden, damit das Desinfektionsmittel optimal wirken kann und um die Anlage vor Korrosion zu schützen.

Die Redoxspannung gibt als indirekte Messgröße Aufschluss über den Grad der Verunreinigung des Wassers; Desinfektionsmittel erhöhen den Wert, Verunreinigungen reduzieren ihn. Vor allem aber ist sie (mindestens 750mV) ein Indikator für eine hohe Abtötungsgeschwindigkeit, eine wichtige Anforderung an ein Desinfektionsmittel in einem Schwimmbad.

Beschaffung, Lagerung und Handhabung von Chlor für die Desinfektion sind recht aufwendig, teilweise gefährlich und teuer. Es werden entsprechende Räumlichkeiten sowie geschultes Personal benötigt, um einen sicheren Umgang mit der Chemikalie zu gewährleisten. Bewährt hat sich stattdessen das Salz-Elektrolyseverfahren gemäß DIN EN 17818 „Anlagen zur In-Situ-Erzeugung von Bioziden - Aktives Chlor hergestellt aus Natriumchlorid durch Elektrolyse“, welches auch von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung empfohlen wird. Dieses Verfahren benötigt als Betriebsmittel lediglich NaCl, also Salz, und stellt in einem sicheren Prozess vor Ort die genau benötigte Menge an freiem Chlor zur Verfügung.